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Terrarienart und Größe HTB:
Spinnenterrarium oder Faunarium 200x200x300mm.
Für große Arten wie Archispirostreptus gigas sollte man schon ein Becken
mit einer Mindestgröße von HTB 500x300x300mm wählen.
• Beleuchtung/Heizung:
handelsübliche Leuchtstoffröhre außerhalb angebracht, sie sollte nicht zu
hell sein und die erzeugte Wärme reicht zum Beheizen des Beckens.
• Belüftung:
ca. 50mm Lochblechstreifen in der oberen Rückwand oder Deckel.
• Rückwand:
Zierkork- Rückwand oder Kokosfasser- Rückwand.
• Pflanzen:
Das Substrat sollte mindestens 10cm hoch sein. Auf dem Boden liegende
gewölbte (Kork-) Rinde wird sehr gerne als Aufenthaltsort angenommen. Ein paar
kleine Äste dienen manchen Arten zum Klettern. Bepflanzung ist nicht unbedingt
nötig, aber Moos eignet sich sehr gut und speichert auch gut die Feuchtigkeit.
Andere Pflanzen haben meist keine Chance, da die Blätter und Wurzeln
angeknabbert werden und womöglich Pestizide unseren Tausendfüßer umbringen
könnten. Auf ein Wasserschälchen kann man verzichten, da die Tiere durch die
Nahrung und durch das Sprühen genug Feuchtigkeit zu sich nehmen. Ein Schälchen
für das Futter ist ganz nützlich.
• Bodengrund:
Als Substrat, welches mitunter auch als Nahrung dient, eignet sich sehr gut eine
Mischung aus ungedüngter Blumenerde, Waldlaub und Waldhumus (Buche, Eiche, Birke
z.B.) welches pflanzliches Material unterschiedlichem Zersetzungsgrades enthält
und ein paar Händen Sand. Man sollte es aber vorher von kleinen Räubern
(Hundertfüßer, Raubkäfer, Ameisen usw.) und lästig werdenden Asseln befreien.
Rasenschnitt ist im Sommer eine gute Alternative zum Laub. Da die Tausendfüßer
für den Aufbau ihres Panzers Kalk benötigen, kann man Vogelsand, Vitakalk
(Zoohandel), Eierschalen oder kleingemachte Sepiaschale unter das Substrat
mischen.
Das Substrat sollte immer feucht sein, aber nicht nass.
Ein Substratwechsel ist dann nötig wenn kein fressbares Material mehr vorhanden
ist. Einmal im Jahr ist eigentlich normal. Beim Entfernen des alten Substrats
sollte man, wenn adulte Tiere vorhanden sind, die runden Fekalpellets
aussortieren und noch für mehrere Wochen aufbewahren, da sich hierunter auch
noch Eier befinden können.
• Beschreibung:
Man kann unterschiedliche Behältnisse für seine Tiere benutzen.
Spinnenterrarien, (gut abgedeckte) Aquarien oder Acrylglastierboxen gibt es in
jedem guten Zoofachhandel. Aber es eigenen sich auch Stapelboxen
(Bau-/Supermarkt), welche allerdings mit Lüftungslöchern versehen werden
sollten. Entscheidend bei einem Tausendfüßerterrarium ist die Höhe des
Substrats. 10 – 25cm sind ausreichend. Je höher das Volumen des Bodengrundes im
Vergleich zum Gesamtvolumen ist, desto ausgeglichener und feuchter ist das
Mikroklima. Da Tausendfüßer eine hohe relative Luftfeuchtigkeit brauchen, ist es
sinnvoll die Belüftungsflächen auf ein Minimum abzukleben, wobei die Luft aber
nicht zum Stehen kommen darf, was man an dauerbeschlagenen Scheiben erkennt.
Durch mehrmaliges Aussprühen des Terrariums in der Woche erhält man die nötige
Luftfeuchtigkeit.
Natürlich muss auch die Größe des Terrariums zur Größe und Anzahl der Tiere
passen. Das Behältnis sollte mindestens so lang sein wie der längste
ausgewachsene Tausendfüßer. Bei mir haben sich Spinnenterrarien mit den Größen
20x30x20cm und 30x30x20cm (LxBxH) und Stapelboxen mit 10 oder 15 Liter
Fassungsvermögen ganz gut bewährt. Für große Arten wie Archispirostreptus gigas
sollte man schon ein Becken mit einer Mindestlänge von 50cm wählen. Wie viele
Tiere man in einem Becken zusammen halten kann ist nicht so leicht zu
beantworten. Man sollte nur darauf achten, dass genug Substrat vorhanden ist,
damit sich die Tiere nicht während der Häutung zu sehr aus Platzmangel stören
und man sollte immer genug tierische Nahrung reichen damit die Tiere sich nicht
gegenseitig die Beine anfressen. Wenn man dies beachtet kann man problemlos 10
oder mehr (10-15cm lange) Tiere in einem kleineren Becken halten.
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